Da liest jemand ein Buch, das gerade ein Bestseller ist, und denkt sich nach der Lektüre: „Das könnte ich auch!“ Oder man sieht eine Soap im Fernsehen, in der es um Liebe, Hass, Hochzeit und Rache geht, und sagt: „So etwas habe ich nun schon so oft gesehen, ich schreibe nun auch ein Drehbuch für eine Soap und verdiene mein Geld als Drehbuchschreiberin!“

Wenn es so einfach wäre, gäbe es auf der Welt wahrscheinlich noch mehr arbeitslose Schreiber. Denn dann würden noch mehr, die schreiben können, auf den Markt drängen. Aber das Sprichwort sagt es schon: „Schuster, bleib‘ bei deinen Leisten!“, und das gilt für jeden Beruf oder jede Berufung.

Was muss man denn schon können, außer schreiben?

Fast jeder in Deutschland kann lesen und schreiben. Schließlich hat jeder die Schule besucht und unzählige Schulhefte vollgeschrieben. Zum Schreiben von Geschichten oder Büchern, Drehbüchern, Werbetexten und anderen Schriftstücken gehört aber mehr, als nur Buchstaben aneinanderzureihen. Zwar hat Mark Twain gesagt „Schreiben ist einfach, man muss nur die richtigen Buchstaben weglassen.“ – Aber was sind die richtigen Buchstaben? Was braucht man, um richtig schreiben zu können?

Wer schreiben möchte, muss über einen großen Wortschatz verfügen. Kreativität, Einfühlungsvermögen und Fantasie sind wichtige Eigenschaften für das Schreiben. Sehr wichtig sind aber auch Fleiß, Durchhaltevermögen und Selbstdisziplin. Hat man das Ziel, einen längeren Text zu verfassen, muss man sich möglichst jeden Tag mindestens eine Stunde an den Schreibtisch oder Computer setzen, um nicht den Faden zu verlieren. Ein Text wird auch nicht einfach heruntergeschrieben, sondern er muss mehrfach überarbeitet und vielleicht sogar in Teilen neu geschrieben werden, bis er den eigenen und den Ansprüchen anderer genügt.

Aller Mühen Lohn

Ob man nun einen Werbetext oder eine Geschichte schreiben möchte, ein Sachbuch oder einen Roman – nur wenn man regelmäßig schreibt und bereit ist, das Geschriebene auch zu überarbeiten oder zu verwerfen, wird man am Ende einen Text haben, der viele Leser findet.