Es gibt viel zu beachten beim Schreiben. Schreibt man einfach drauflos, wird man während des Schreibens vielleicht feststellen, dass man in der Ich-Form (erste Person) begonnen hat, irgendwann auf ein „er“ umgeschwenkt ist und am Ende von einer Frau schreibt, weil man meinte, diese Geschichte könnte eigentlich nur einer weiblichen Person passieren. Ein weiterer schwieriger Punkt sind Dialoge, die den Leser nicht langweilen, sondern die Geschichte voranbringen sollen. Und beginnt man eine Geschichte mit einem Kanonenschlag, nach dem dann nur noch ein Bergbach lustig vor sich hin plätschert, kann von Spannung keine Rede sein.

Ich, du, sie oder er?

Welche Perspektive man in seiner Geschichte verwendet, liegt in der eigenen Entscheidung. Generell gilt jedoch, dass es zum Beispiel schwierig ist, bei einem Krimi aus der Sicht des Opfers, das im ersten Drittel ermordet wird, zu erzählen. Wer soll dann den Rest des Krimis begleiten? Auch ist immer darauf zu achten, was die Person, aus deren Perspektive erzählt wird, wissen, sehen oder hören kann. Wenn beispielsweise jemand ein Gespräch nicht mitgehört hat, kann er ohne Information durch einen der Gesprächsbeteiligten nicht wissen, was bei diesem Gespräch erörtert wurde. Man kann auch nicht selbst merken, ob man rot wird. Es sei denn, man steht vor einem Spiegel. Solche Situationen sollte man kritisch prüfen, um zu sehen, ob sie logisch sind.

Spannung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Spannungserzeugung in einem Text. Man kann dem Leser ein Versprechen geben, etwas andeuten, in einer Situation Ort und Geschehen wechseln (Cliffhanger) oder dem Leser ein Wissen geben, das die handelnden Personen nicht haben (Suspense), um einige zu nennen. Auch kürzere Sätze oder ein Wechsel von der Vergangenheits- in die Gegenwartsform können Spannung bringen.

Dialog

Dialoge richtig zu schreiben ist eine Kunst für sich. Ein Dialog sollte neue Aspekte, vielleicht eine Wendung in eine Geschichte bringen. Und vor allem sollten die Personen sich nicht gegenseitig Informationen erzählen, die sie schon haben. Das ist eine schlechte Möglichkeit, dem Leser diese Informationen zu geben.